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St. Michaeliskirche

geschrieben von Christiane Bleumer im August 2014

Die St. Michaeliskirche hat eine lange Geschichte

Das Mittelalter wäre ohne die Kirche und die dazugehörigen Gotteshäuser nicht denkbar gewesen. Allein in Lüneburg gab es zu dieser Zeit 15 Kirchen und Kapellen. Viele sind im Laufe der Jahrhunderte abgerissen worden und haben das Bild der Hansestadt immer wieder verändert. Zum Glück erhalten geblieben ist die St. Michaeliskirche, die als mächtiges Backsteingebäude die Häuser des ehemaligen Handwerkerviertels in der westlichen Altstadt überragt. Aus dem Getümmel der Stadt geht es steil bergauf, wenn man die Kirche mit den starken Rundpfeilern besuchen möchte. Je nachdem, aus welcher Richtung man den Kirchplatz betritt, müssen dann zusätzlich erst einmal etliche Stufen überwunden werden. Mit ihrem großzügigen Vorplatz, der Unterkirche und der Ruine des Kapitelsaals, die erst in den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts ausgegraben wurde, vermittelt dieses eindrucksvolle Denkmal der Backsteingotik eine ganz besondere Atmosphäre. Umgeben von jahrhundertealten Häusern fühlt man sich als Besucher fast wie in einer anderen Zeit. So ist es auch für Brautpaare ein unvergleichliches Erlebnis, an diesem Ort vor Gott „Ja“ zueinander zu sagen. St. Michaelis ist zwar nicht die älteste Kirche Lüneburgs, aber ihre Anfänge durch das gleichnamige Benediktinerkloster reichen weiter zurück als jedes andere Bauwerk der Stadt. Auf dem nahe gelegenen Kalkberg hatte Markgraf Hermann Billung 956 das Kloster gegründet, zu dem von Anfang an eine kleine Kirche gehörte. Für den heutigen Bau wurde der Grundstein 1376 gelegt, nachdem bei politischen Wirren das ursprüngliche Kloster 1371 schwer beschädigt wurde. Gut 40 Jahre arbeiteten die Handwerker an dem Gotteshaus, das schließlich mit einer Länge von 53 Metern bis heute ein beeindruckender Blickfang mitten in der Altstadt ist. Einige Jahre nach der Schlussweihe im Jahr 1418 begann die Errichtung des Turms, der allerdings erst einmal unvollendet blieb und seine Haube erst 1765 bekam. Zu besonderen Ruhm kam die Michaeliskirche aber nicht nur durch ihre wechselvolle Geschichte, sondern auch durch einen ihrer berühmtesten Schüler: Beginnend mit dem Frühjahr 1700 lebte nämlich Johann Sebastian Bach zwei Jahre lang an der Partikularschule des Michaelisklosters in Lüneburg. Auch wenn man nur wenig über diese Zeit weiß, kann man davon ausgehen, dass er an St. Michaelis zahlreiche Anregungen erhielt, die für seine spätere Entwicklung von großer Bedeutung waren. Auch heute noch wird in der lebendigen Gemeinde Kirchenmusik groß geschrieben und zahlreiche Konzerte und Veranstaltungen machen St. Michaelis zu einem lohnenswerten Ziel.

Fotos: Michael Strzeletzki

Für alle Fragen rund um eine kirchliche Trauung ist Jutta Krumstroh im Büro der ev.-luth. Kirchengemeinde St. Michaelis zuständig. Telefon: 04131-28733-10

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