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St. Johannis

geschrieben von Christiane Bleumer im August 2014

Der mächtige Turm bestimmst das Panorama der Stadt

Beim Blick vom Kalkberg, eine der wenigen Erhebungen in Lüneburg, lässt sich die Bedeutung der St. Johanniskirche unschwer erkennen. Mächtig erhebt sich der Turm und bestimmt das Panorama der Stadt. Mitten im Zentrum der Hansestadt ragt er 109 Meter in die Höhe und prägt damit den Platz Am Sande, der von vielen hohen Backsteingiebeln aus den verschiedensten Epochen umrahmt wird. Heute ist die evangelisch-lutherische Gemeinde St. Johannis vor allem eine aktive Innenstadtgemeinde, die Angebote für viele Menschen bereit hält. Neben der Kirchenmusik steht im Zentrum der Gemeindearbeit das Ziel, die großartige Kirche mit geistlichem Leben zu füllen und sie für Besucher aus Stadt und Land offen zu halten. Dazu gehört natürlich auch, dass Trauungen und andere Fest wie Konfirmationen oder etwa Taufen hier gefeiert werden können, denn eine Kirche lebt vor allem durch ihre Gläubigen, die in einer Kirche mehr als ein Museum sehen. Und so wurden in der St. Johanniskirche im Laufe der Jahrhunderte schon viele Menschen gestärkt und getröstet, mit Freude erfüllt oder ermutigt.

Es ist ein Ort, an dem auf vielfältige Weise Gott gelobt werden kann. Es ist aber auch ein Ort, an den es sich einzukehren lohnt, inmitten einer turbulenten Stadt in einer lauten Welt. Der Bau der heutigen St. Johanniskirche erfolgte in mehreren Phasen. Von 1289 bis 1308 wurden der Hochchor und die drei inneren Schiffe errichtet, womit der Bau von der klassischen Basilikaform mit niedrigen Seitenschiffen abwich. Bis etwa 1370 entstand dann die heutige fünfschiffige Kirche. Das Kirchenschiff ist inklusive Turm rund 65 Meter lang und verfügt über eine Breite von 44 Metern. Beachtenswert ist auch der Turm, der sich leicht zur Seite neigt, weil der weiche Untergrund dem Gewicht des Turms nachgibt. Der eindrucksvolle, in mancher Hinsicht für das 14. Jahrhundert sehr moderne Bau der St. Johanniskirche wurde schon sehr bald seinerseits Vorbild und zur Anregung zahlreicher Hallenkirchen im norddeutschen Raum (z.B. St. Nicolai in Flensburg oder Stendal).

Doch St. Johannis wirkt nicht nur durch seine Weite beeindruckend auf Lüneburger und Gäste von außerhalb. Auch die Kunstschätze machen die Kirche zu einem einmaligen Bauwerk. So wie etwa der große doppelte Flügelaltar, der mit geschnitzten Szenen und Figuren versehen ist. Auch vier Tafelbilder und die mittelalterlichen Altäre sind erwähnenswert. Und wer sich von mächtiger Orgelmusik faszinieren lässt, sollte auf jeden Fall einmal der Großen Orgel lauschen, die eine der bedeutendsten Norddeutschlands ist und über einen besonderen barocken Klang verfügt.

Fotos: Michael Strzeletzki

Paare, die sich für eine Trauung in der St. Johanniskirche interessieren, sollten bei den Pastoren anrufen. In einem Traugespräch wird dann alles, was zur Trauung gehört, ausführlich besprochen.

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