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St. Marienkirche

geschrieben von Christiane Bleumer im August 2014

Wenn die Sonne in Lüneburg scheint, werfen die Glasfenster in der katholischen St. Marienkirche ein beinahe mystisches Licht auf die weißen Wände. Die Künstlerin Gabi Weiß hat diese 1995 eingesetzten Buntglasfenster entworfen und dem Gotteshaus in der Friedenstraße 8 in der Lüneburger Innenstadt, unweit des Platzes „Am Sande“, damit eine ganz eigene Ausstrahlung verliehen. Die Kirche wurde in den sechziger Jahren als zwölfeckiger turmloser Zentralbau ausgeführt, nachdem das vorherige Gebäude an der Wallstraße zu klein geworden war und 1968 abgerissen wurde. Die heutige St. Marienkirche konnte 1963 eingeweiht werden, so dass die Gläubigen im vergangenen Jahr das 50-jährige Kirchweihjubiläum feierten. Schon von außen ist unschwer zu erkennen, dass die Pfarrkirche unter dem Patronat der Gottesmutter steht. Ein Mosaikbild an der Außenwand deutet ebenso darauf hin, wie die goldene Marienkrone, die das Dach der Kirche ziert. Wer die Kirche betritt, dessen Blick wird direkt auf den Altarraum gelenkt, was dem Architekten Karl-Heinz Bargholz ein besonderes Anliegen war. Mit der künstlerischen Ausgestaltung in seiner jetzigen Form wurde 1980 Josef Baron aus Unna beauftragt. Altar, Tabernakel und Altarrelief sind in Form und Thematik aufeinander abgestimmt und bilden künstlerisch mit Ambo, Leuchter, Osterkerze, Vortragekreuz und dem Ewigen Licht eine geschlossene Einheit. Die wertvolle Marienstatue, die sich in der Kapelle befi ndet, hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Es handelt sich um eine geschnitzte, farbig bemalte Madonna mit Kind aus dem 15. Jahrhundert. Bis zur Reformation stand sie in einer Kirche in Bad Gandersheim und wurde dann Opfer der „Bilderstürmer“. In 34 Einzelstücke wurde die Figur zerschlagen, doch zum Glück sind diese Einzelteile zusammengetragen und versteckt worden. Im 18. Jahrhundert fand ein Mitglied der Familie Linneborn sie auf dem Dachboden eines alten Bauernhauses. Nach der Restaurierung wurde sie, wie im Familientestament verankert, jeweils an den ältesten Sohn vererbt. Dechant Linneborn aus Uelzen war der letzte Erbe und er stiftete schließlich die Madonna im Jahre 1963 der neu erbauten St. Marienkirche.

Fotos: Michael Strzeletzki

Wenn Sie sich entschlossen haben, den Bund fürs Leben zu schließen und sich vor Gottes Angesicht das Sakrament der Ehe gegenseitig spenden möchten, wenden Sie sich bitte für erste Informationen an Pfarrbüro St. Marien, Friedenstraße 8, 21335 Lüneburg, Telefon: 0 41 31 / 480 27. Üblicher Ort der Trauung ist eine der Kirchen unserer Pfarrgemeinde. Die Trauung in evangelischen Kirchen bedarf der Zustimmung der jeweiligen Kirchengemeinde. Eine kirchliche Trauung ist nach katholischem Eherecht nur möglich, wenn beide Partner noch nicht verheiratet waren. Dies gilt auch für den Fall, dass ein evangelischer Partner nur standesamtlich verheiratet war.

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