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Kloster Lüne – Kirche

geschrieben von Christiane Bleumer im August 2014

Nach Westen hin schlicht mit dem Nonnenchor, dafür nach Osten durch die wertvollen Kunstschätze umso prächtiger: So präsentiert sich die St. Bartholomäi-Klosterkirche Lüne vor den Toren Lüneburgs. Gemeinsam mit der angrenzenden Klosteranlage stellen die Gebäude ein beeindruckendes Ensemble dar, das durch die Jahrhunderte hindurch bis in die Gegenwart erhalten geblieben ist, in seiner Gesamtheit bewahrt werden konnte und daher nichts von seinem Reiz verloren hat. Die Klosterkirche, die für Trau-Gottesdienste zur Verfügung steht, gehört zum Kloster Lüne. Daher sind besondere Absprachen zwischen Gemeinde und Kloster nötig, denn wegen der Führungen steht die Kirche nur zu bestimmten Zeiten zur Verfügung. Schließlich ist die Kirche ein besonderes Kleinod, das gleichzeitig lebendiger Gottesdienstraum und Museum ist. Mehrere Kreuzgewölbe bestimmen den einschiffigen Bau, den man über einige Treppenstufen vom Nordkreuzgang aus betritt. Der Innenraum ist wie sein Äußeres durch die schlichten Formen und klaren Strukturen der Ordensarchitektur um 1400 bestimmt. Im Zentrum des Chorraumes zieht ein reich geschmückter Hochaltar von 1524 die Blicke auf sich. Zu sehen ist nur die sogenannte Festtagsseite, denn die seitlichen Flügel sind befestigt und haben ihre Malereien auf den Außenseiten vermutlich während der Neugestaltung des Kirchenraumes um 1650 verloren.Den heutigen Besuchern zeigt der Altar die Passionsgeschichte. Bemerkenswert ist, dass zwar Gefangenennahme, Verhörszenen und die Kreuzigung Christi thematisiert, die sonst üblichen Szenen der Dornenkrönung und Geißelung aber nicht gezeigt werden. Ebenfalls ein bemerkenswerter Kunstschatz, den die Klosterkirche beherbergt, ist ein aus dem 15. Jahrhundert stammender Probststuhl. Mit der Kanzel von 1608 und der Orgel mit prächtig geschmücktem Prospekt aus den Jahren 1645 bis 51 finden sich dort schließlich auch Elemente aus barocker Zeit. Besondere Beachtung im Nonnenchor verdient ein Tafelbild mit der Beweinung Christi von 1538, das der Werkstatt Lucas Cranachs d. Ä. zugerechnet wird. Dieses und viele weitere wertvolle Gemälde und Skulpturen machen den idyllisch gelegenen Kirchenbau St. Bartholomäi sowohl für die Gläubigen und als auch für Kunstinteressierte zu einem lohnenden Ziel, nur wenige Kilometer von Lüneburg entfernt.

Fotos: Michael Strzeletzki, Winfried Machel

Interessierte melden eine Trauung zu den Öffnungszeiten im Gemeindebüro unter Tel. 5 13 81 an. Wer nicht zur Kirchengemeinde Lüne bzw. Adendorf gehört, muss den Termin zusätzlich mit dem eigenen Pastor vor Ort abklären. In einem sollten die Vorstellungen vom Ablauf und spezielle Liederwünsche besprochen werden. Infos auch auf www.luene.wir-e.de.

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