Das Heinrich-Heine-Haus

Gerade an Samstagen, wenn direkt gegenüber am Marktplatz der Wochenmarkt stattfindet, ziehen die glücklichen Brautpaare, die aus dem Heinrich-Heine-Haus treten, viele Blicke auf sich. Das Gebäude am Ochsenmarkt 1 in Lüneburg ist ein Patrizierhaus aus dem 15. und 16. Jahrhundert, in dem zeitweilig die Eltern des Dichters Heinrich Heine lebten. Am 21. Mai 1823 erreichte auch Heinrich Heine zum ersten Mal Lüneburg, um sich für einige Zeit in den Schoß der elterlichen Familie zurückzuziehen, die das zweite Stockwerk dieses Hauses bewohnte. Es wird heute von verschiedenen Kultureinrichtungen genutzt, enthält eine Stipendiatenwohnung für Schriftsteller und ist nicht zuletzt historischer Trauort mit einer einmaligen Atmosphäre. 

Die standesamtlichen Ehen werden im frühbarocken Tanzsaal im Erdgeschoss des geschichtsträchtigen Gebäudes geschlossen. Über dem Brautpaar und seinen Freunden und Verwandten sind historische Deckenmalereien zu bewundern, die ein einzigartiges kunst- und kulturgeschichtliches Dokument darstellen und die große Bedeutung des Gebäudes für die Hansestadt Lüneburg belegen.

Das Trauzimmer hat rund 25 Sitzplätze für Gäste, die das Paar auf diesem so wichtigen Weg begleiten möchten und bietet die Möglichkeit, in stilvollem Ambiente „Ja“ zu sagen. 

Doch nicht nur das Trauzimmer selbst verfügt über außergewöhnliche geschichtliche Schätze. Als die Restaurateure 1986 mit wachsender Begeisterung das Haus erkundeten, fanden sie vielmehr nahezu in jedem Raum alte Wand- und Deckenbemalungen. Fachmännisch freigelegt und für die Nachwelt bewahrt, ist das Heinrich-Heine-Haus in Lüneburg nicht zuletzt dadurch immer wieder einen Besuch wert. 

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